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ÜZ spendet für Jugendfeuerwehren


16.01.2012

Zeitungsartikel erschienen in der Mainpost am 22.12.2011, Verfasser: Norbert Finster
 

ÜZ spendet für Jugendfeuerwehren

3200 Euro aus Lülsfeld gehen an den Nachwuchs in fünf Landkreisen.

Um die Versoungssicherheit aufrechtzuerhalten oder wieder herzustellen, braucht die Unterfränkische
Überlandzentrale Lülsfeld (ÜZ) bei Störungen und Unfällen manchmal auch die Feuerwehren. Deshalb,
so Geschäftsführender Vorstand Gerd Bock, hat sich die Unternehmensleitung entschlossen, die Weih-
nachtsspende der ÜZ diesemal an die Jugendfeuerwehren in den Landkreisen ihres Versorungsge-
bietes zu richten.

Zusammen bekommen die Jugendfeuerwehren 3200 Euro, davon die im Kreis Schweinfurt 2000, im
Kreis Kitzingen 500, im Kreis Haßberge 350, im Kreis Würzburg 200 und im Kreis Main-Spessart 150
Euro. Die Verteilung errechnet sich aus der Anzahl der Feuerwehren, die es in den Landkreisen im Ver-
sorgungsgebiet der ÜZ gibt.

Vorstandsvorsitzender Robert Wächter, selbst jahrzehntelang Feuerwehrmann in Gerolzhofen, fand es
hervorragend, dass sich auch in einer Zeit des Materialismus noch junge Leute zum Feuerwehrdienst
bereit erklären. Dahinter steckten Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Solidarität und gemeinsames
Handeln. Ein Engagement in der Feuerwehr bereichere aber auch das eigene Leben und mache Spaß.

ÜZ-Brandschutzbeauftragter Martin Ebert schlug vor, das Geld eventuell flächenübergreifend, etwa bei
Wettkämpfen oder Zeltlagern, einzusetzen.

Die Kreisjugendfeuerwehrwarte berichteten dann kurz über ihre Arbeit. Thomas Grimmer (Kitzingen)
sprach von rund 850 Jugendfeuerwehrlern in seinem Bereich, darunter etwa 30 Prozent Mädchen. Für die
jungen Leute gibt es abseits des eigentlichen Dienstes Angebote wie das 24-Stunden-Schwimmen, das
Zeltlager in Fahr mit bis zu 350 Teilnehmern und das Johannisfeuer.

Auf eine vergleichbare Zahl an Nachwuchsleuten kam Johannes Krines (Haßberge). Das gilt auch für die
Mädchen. In den Haßbergen bietet der Jugendfeuerwehrwart eine Blaulicht-Party zusammen mit Tech-
nischem Hilfswerk und Rotem Kreuz, ebenfalls ein Zeltlager, einen Ausflug und eine Orientierungsfahrt
durch den Landkreis an.

Bei weitem nicht mithalten konnte Winfried Seissinger (Schweinfurt) beim weiblichen Anteil der Jungfeuer-
wehrleute. Im Landkreis Schweinfurt sind nur rund zehn Prozent der 1200 Mitglieder Mädchen zwischen
zwölf und 18 Jahren. Im Kreis gibt es jedes Jahr einen Bundeswettkampf, heuer zum 30. Mal. Deswegen
werde man dazu auch Jugendfeuerwehren aus den Nachbarlandkreisen zum Wettbewerb in Gerolzhofen
einladen. Für Seissinger ist es sehr wichtig, den jungen Leuten auch „links und rechts der Feuerwehr noch
Luft für andere Aktivitäten“ zu lassen, sie aber gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass es bei der Feuerwehr
durchaus Pflichten gebe.

Auf Robert Wächters Frage, wie viele Feuerwehrleute bie diesem großen Aufwand über das 18. Lebensjahr
hinaus blieben, sagte Grimmer: Das sei von Ortschaft zu Ortschaft unterschiedlich. Und Seissinger ergänzte:
"Etliche springen mit 19 oder 20 noch ab, weil sie plötzlich merken, dass sich um erwachsene Feuerwehrler
nicht mehr so intensiv gekümmert wird wie um die Jugend."



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