ÜZ

Hier die ÜZ-Nostalgie, dort die Moderne

20.05.2010

 

Aritkel aus der Mianpost erschienen am 19.05.2010. Verfasser: Reinhold Anger

Tag der offenen Tür zum 100-jährigen Bestehen der Überlandzentrale verwandelt Lülsfeld in Großparkplatz
 
 
Rund 4000 Besucher kamen zum 100-jährigen Jubiläum der Unterfränkischen Überlandzentrale Lülsfeld (ÜZ) am Tag der offenen Tür.
 
Zum Weißwurstfrühstück waren zunächst die Rentner und die Genossen der ÜZ eingeladen. Pünktlich begannen auch die „Original Frankenbläser“, mit fetziger Stimmungsmusik den Gästen einzuheizen. Vorstandsvorsitzender Robert Wächter gab den Besuchern einen umfangreichen Rückblick über die 100-jährige Geschichte der Genossenschaft.

Danach fühlten sich die Zuschauer in die Tage der ÜZ-Gründung zurückversetzt. Unter der Leitung von Otmar Haubenreich, der auch das 20 Minuten-Stück geschrieben hatte, spielte die Lülsfelder Theatergruppe drei Szenen zur Entstehung der ÜZ. Der „Diskussion der Lülsfelder Bevölkerung am Wirtshaustisch“ folgte „die Verfassung eines Zirkularschreibens von Bürgermeister Johann Ziegler“ an seine Amtskollegen und abschließend „die Vorbesprechung der Bürgermeister mit Großgrundbesitzern, Geistlichen und Lehrern.“
Richtig eng wurde es an den zwei Verkaufsstellen für das Mittagessen, als Kunden der ÜZ aus dem ganzen Versorgungsgebiet kamen. Autoschlangen von der Ortsmitte bis zum Festplatz beherrschten die nächsten Stunden das Ortsbild.

Nun hatten die neun Stationen auf dem Festgelände jede Menge interessierter Besucher. Für die Kleinsten waren das Nostalgiekarussell und die Eisenbahn besonders attraktiv. Die Größeren durften nach erfolgreichem Gewinnspiel mit dem Hubsteiger aus luftiger Höhe den herrlichem Rundblick genießen oder mit kleinen Go-Karts umherdüsen.

Daneben standen – hauptsächlich für die Männer – Autos und Motorräder aus allen Abschnitten des vergangenen Jahrhunderts. Zielsicher steuerte vorwiegend das männliche Geschlecht auch die Ausbildungswerkstatt und das Blockheizkraftwerk an. In der Zentrale hatten die Kleinsten die Möglichkeit zu malen, Große durften Einachser fahren.

Einen Gesamtüberblick bekamen die Besucher in der Netzleitstelle, wo die Stromversorgung für fünf Landkreise durch die ÜZ grafisch und computergestützt dargestellt ist. Mutige Gäste durften sich unter Aufsicht am Stahlseil üben. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr ein alter Traktor, mit dem einst über ein breites Band Strom gewonnen wurde.

Die Feuerwehren von Lülsfeld und von Schallfeld hatten Mühe, für Ordnung auf dem riesigen Parkplatz zu sorgen, weil unvernünftige Gäste immer wieder versuchten, ganz vorne oder in den Fahrspuren zu parken. Im überfüllten Festzelt hatten inzwischen die „jungen Hergolshäuser“ den musikalischen Teil übernommen, später abgelöst vom Jugendorchester „Fortissimo Kids“.


Ab 19 Uhr lichteten sich die Reihen im Zelt, der Parkplatz wurde überschaubarer und das Personal hatte den Feierabend nach drei gelungenen Festtagen vor sich. 

 

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