ÜZ

Meister Adebar kann kommen

15.02.2018

ÜZ Lülsfeld und Lebenshilfe Schweinfurt erneuern Storchennisthilfe

Mitte Februar hat die Unterfränkische Überlandzentrale (ÜZ) Lülsfeld den Nestaufbau der Storchennisthilfe über der Wipfelder Mainaue erneuert. Mit einem Kran und einer Teleskop-Arbeitsbühne setzten Monteure das Nest auf den 13 Meter hohen Masten in dem im Landkreis Schweinfurt gelegenen Naturschutzgebiet. Mit dabei waren auch Mitarbeiter der Werkstatt für behinderte Menschen Sennfeld. Sie hatten das Nest vergangenes Jahr für die ÜZ neu geflochten.

 

 

1997 hatten Wipfelds damaliger Bürgermeister, Peter Zeißner, und Jürgen Kiefer, Naturschutzbeauftragter bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Schweinfurt, in der Mainaue die Storchennisthilfe aufstellen lassen. Die ÜZ hatte den dafür notwendigen Betonmasten und Nestaufbau spendiert und das Aufstellen übernommen. Rund 21 Jahre ist das nun her und das Nest von damals verwittert.

Ersatz musste her. Dass die ÜZ diesen ausgerechnet bei der Tagesgruppe der zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Werkstatt Sennfeld in Auftrag gab, ist für Jochen Schneider naheliegend. Die Grünanlagen von etwa 600 bis 800 Umspannwerken der ÜZ in fünf verschiedenen Landkreisen werden von einem Lebenshilfe-Dienstleister für den Landschaftsbau in Schuss gehalten. Wie der Teamleiter für Energieanlagenbau erklärte, läuft diese Zusammenarbeit sehr gut. „Da haben wir beschlossen, auch das Storchennest bei der Lebenshilfe Schweinfurt machen zu lassen.“

Ein schönes Nest sei es geworden, freute sich Konrad Schneider, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Schweinfurt. Gleichzeitig war er dankbar für den Bodenfrost an diesem Tag. Ohne ihn hätte die ÜZ die Mainaue mit ihrem schweren Gerät nicht befahren und den Nestaufbau nicht anbringen können. „Dann ziehen die Störche vorbei“, erklärte Schneider, der mit der Ankunft der Zugvögel in Deutschland im März rechnet.

Zwei Mitarbeiter der Werkstatt für behinderte Menschen Sennfeld Alexander Schira und Franz Metz erlebten an diesem Tag ein ganz besonderes Abenteuer. Die beiden stiegen mit der Teleskop-Arbeitsbühne in schwindelerregende Höhen, um sich ihr Werk, das Storchennest, aus nächster Nähe anzuschauen. „Schöne Aussicht. Da freut sich der Storch“, scherzte Metz, als er wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

11 Bilder in der Galerie "Storchennest Wipfeld" vorhanden.

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