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Digitales Stromnetz

Smart Meter

Intelligente Messsysteme, auch Smart Meter, sind wichtig für die Digitalisierung des Stromnetzes und damit für die Zukunft unserer Versorgung.

Am 12. Mai 2023 stimmte der Bundesrat der Gesetzesnovelle vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zum "Neustart der Digitalisierung der Energiewende" final zu. Ziel des Gesetzes ist es, den Einbau digitaler Stromzähler, sogenannter Smart Meter, deutschlandweit zu beschleunigen. Anlass für die Neuregelungen ist, dass die Einführung der intelligenten Systeme nicht mit der erhofften Geschwindigkeit vorangeht, was laut Gesetzesbegründung unter anderem an aufwändigen Verwaltungsverfahren liege. Dafür beinhaltet das Gesetz auch einen neuen verbindlichen Fahrplan für den Rollout von intelligenten Messsystemen in Deutschland. Schritt für Schritt soll es also in verschiedenen Phasen vorangehen, mit dem klaren Ziel, dass bis Ende 2032 die Smart Meter flächendeckend in allen Haushalten und Unternehmen mit Pflichteinbau zum Einsatz kommen. 

Zwei Komponenten bilden ein starkes digitales System

Für ein intelligentes Messsystem sind zwei Komponenten notwendig: der digitale Stromzähler als moderne Messeinrichtung sowie ein sogenanntes Smart Meter Gateway, das die Kommunikation mit den nötigen Systemen ermöglicht.

Zuverlässige STROMVERSORGUNG

Warum sind Smart Meter so wichtig?

In der Vergangenheit, als Strom hauptsächlich aus fossiler Erzeugung oder Atomkraft gewonnen wurde, konnten Energieproduzenten und Versorger in hohem Maße selbst steuern, wie viel Energie gerade produziert werden soll. Dafür lagen aus den Vorjahren relativ konstant bleibende und daher zuverlässige Zahlen über das Verbrauchsverhalten der Anschlussnehmer im Netz vor. Heute unterliegen sowohl die Produktion als auch der Verbrauch den natürlichen Schwankungen der erneuerbaren Energien. Diese neue Realität erfordert auch ein neues System.

Daten und Sicherheit

Welche Ziele werden damit verfolgt?

Durch den Einsatz moderner und auf die heutigen Herausforderungen ausgerichteter Technologie, soll vor allem die alte Sicherheit und Planbarkeit wiederhergestellt werden. Intelligente Messsysteme stellen Versorgern und Verbrauchern mehr Daten zur Verfügung. Diese Daten sorgen für mehr Transparenz über das tatsächliche Produktions- und Verbrauchsverhalten im Stromnetz. Das ist dringend nötig, um genauere Prognosen zu erstellen und Strom auch dort verbrauchen zu können, wo er erzeugt wurde oder an die richtigen Stellen weiterzuleiten. 

Automatisiert und digital

Wie funktioniert das Ganze?

Ein intelligentes Messsystem besteht aus einem digitalen Stromzähler und einer Kommunikationseinheit, dem Smart Meter Gateway. Wie bisher misst der digitale Stromzähler Ihren Verbrauch. Neu ist, dass er auch speichert und anzeigen kann, zu welcher Zeit wie viel Strom verbraucht wurde. Diese Daten werden durch das Smart Meter Gateway automatisiert und sicher an Ihren Messstellenbetreiber übermittelt. Sie müssen sich  dann um nichts mehr kümmern. Der Messstellenbetreiber übermittelt Ihre Daten, z.B. Ihren Zählerstand  an Ihren Energielieferanten.

Das alles können die neuen digitalen Zähler 

Als Verbraucher sind Sie vor allem vom Tausch Ihres Stromzählers betroffen. Falls Sie noch keinen digitalen Zähler von uns oder unseren Partnern eingebaut bekommen haben, werden Sie in den kommenden Jahren auf jeden Fall einen bekommen. Dazu sind wir gesetzlich verpflichtet. Doch nicht nur Messstellenbetreiber und Energieversorger erhalten durch intelligente Messsysteme viele Vorteile. Vielmehr bringen sie Haushalten auch bessere und klarere Informationen über ihren eigenen Stromverbrauch. Das verspricht Smart Meter für die Zukunft:

Sparen durch Transparenz: Dank der eingebauten Kommunikationseinheit können Sie einen engmaschigeren Einblick in Ihren Stromverbrauch erhalten. Dadurch wird es Ihnen möglich z.B. täglich, wöchentlich oder monatlich Ihren Verbrauch zu überwachen. So können Sie Stromfresser identifizieren oder  Ihren Verbrauch optimieren und damit bares Geld sparen.  

Automatische Übermittlung: Mit einem intelligenten Messsystem müssen Sie Ihren Zählerstand zukünftig nicht mehr jährlich selbst ablesen und melden. Dieser wird automatisch an Ihren Messstellenbetreiber übertragen. Die Weitergabe der empfangenen Verbrauchsdaten an Ihren Energieversorger ermöglicht eine unkomplizierte und genaue Stromabrechnung.

Höchster Datenschutz: Die Übertragung Ihrer Daten an den Messstellenbetreiber erfüllt höchstes Datenschutz-Niveau. Sie können sich darauf verlassen: Ihre Daten sind zu jeder Zeit zuverlässig geschützt. Dafür sorgt eine gesicherte Form der Datenübermittlung, die durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert wurde.

Die derzeit geltenden Preise für das digitale Messwesen finden Sie hier

Bitte beachten Sie, dass für ein intelligentes Messsystem stets die vom Verbrauch abhängige Preisobergrenze berechnet wird. Für weitere Zähler an der selben Abnahmestelle kommt dann lediglich der Preis für die moderne Messeinrichtung hinzu. Weitere Informationen zur verbrauchsabhängigen Berechnung der Preise finden Sie auch bei der Bundesnetzagentur unter Kosten und Leistungen.

So einfach zum digitalen Stromnetz?

Um die Ziele, die mit einem zukunftssicheren, digitalen Stromnetz in Verbindung stehen auch zu erreichen, ist natürlich mehr nötig, als der reine Zählertausch an den Abnahmestellen. Die neuen Datenflüsse müssen in neue Softwaresysteme eingespeist und dort verarbeitet werden. Dafür sind natürlich auch in unserer täglichen Arbeit ganz neue Prozesse nötig. Neue Gesetze und strenge Datenschutzrichtlinien müssen studiert und umgesetzt werden, neue Technologien erlernt, Mitarbeiter geschult und eventuell auch neue Risiken betrachtet werden. Ihre ÜZ Mainfranken arbeitet schon seit einiger Zeit an einer gelingenden Umstellung auf Smart Meter. So haben wir frühzeitig begonnen im regulären Turnus-Zählerwechsel digitale Stromzähler zu verbauen und bereiten uns sowohl in den technischen als auch kaufmännischen Bereichen auf die vom Gesetz vorgegebenen Änderungen vor.