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Strommarkt

Die Strompreisbremse und ihre Gründe

Hier erklären wir Ihnen was am Strommarkt passiert ist und warum es eine Strompreisbremse gibt.
Diese Seite wird stetig aktualisiert und an den Fortschritt der politischen Entscheidungen angepasst.

Alles auf einen Blick

Auf dieser Seite erklären wir Ihnen die Entwicklungen am Strommarkt, informieren Sie über den aktuellen Stand der Strompreisbremse und beantworten Ihnen Ihre wichtigsten Fragen rund um die Preisanpassung.

Entwicklungen am Strommarkt

Warum sind die Preise für Energieträger aktuell so hoch? Diese und weitere Fragen beantworten wir Ihnen im folgenden Abschnitt.

Was ist mit dem Strompreis passiert?

In den letzten Monaten konnte man an der Strombörse enorme Preissteigerungen beobachten. Seit 2020 ist der Börsenstrompreis zwischenzeitlich um mehr als 1.000 % gestiegen! Größter Einflussfaktor hierfür ist der Krieg in der Ukraine. Vor allem der Ausfall der Pipeline Nord Stream 1, die nicht erfolgte Inbetriebnahme der Pipeline Nord Stream 2 und die reduzierten Gaslieferungen aus Russland haben die Energiepreise nochmals in die Höhe schnellen lassen. Die extrem hohen Gaspreise haben Auswirkungen auf das Preisniveau sämtlicher Energieträger. Unter anderem hat sich dadurch auch die Stromproduktion in Deutschland massiv verteuert. 

Was bedeutet das für ÜZ-Kunden?

Ihr Strompreis je Kilowattstunde setzt sich zusammen aus Steuern, Abgaben und Umlagen, den Netznutzungsentgelten sowie dem Energiepreis, der vom Stromanbieter festgelegt wird. Selbst dieser Kostenblock kann jedoch nur zum Teil beeinflusst werden, da der Preis für die Beschaffung von den Kursen an der Strombörse abhängig ist. Die extrem hohen Beschaffungskosten haben somit direkten Einfluss auf das Kundenangebot der Energieversorger. Deshalb lassen sich Preissteigerungen auch für Endverbraucher nicht vermeiden. Obwohl wir unseren Vertriebsanteil so gering wie möglich halten, kommen auch wir leider nicht umhin, eine Preissteigerung an unsere Kunden weiterzugeben.

Strompreisbremse bei der ÜZ

Aktuell steht noch nicht endgültig fest, wie die Strompreisbremse aussieht. Daher können wir Ihnen keine abschließende Auskunft geben, wie sich diese auf Ihre Tarife oder Abschlagszahlung auswirkt. Sobald uns fundierte Informationen vorliegen, werden wir diese schnellstmöglich hier veröffentlichen oder direkt an Sie weitergeben. 

Strompreisbremse

Die Strompreisbremse ist eine Maßnahme der Bundesregierung, um die Bürger und Bürgerinnen von den stark gestiegenen Stromkosten zu entlasten. 

Aus welchen Elementen besteht die Strompreisbremse?

Bitte beachten Sie, dass wir an dieser Stelle nur den aktuellen Stand (22.11.2022) wiedergeben können, welcher von der Bundesregierung bzw. über die Medien veröffentlicht wurde.

Weitere Informationen direkt vom Bundesministerium

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass die Strompreisbremse, gemeinsam mit der Gaspreisbremse, zum 01.03.2022 startet. Für Januar und Februar soll es eine rückwirkende Anrechnung geben. Wir setzen alles daran, die Vorgaben nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens schnellstmöglich umzusetzen und baldmöglichst in der Abschlagszahlung zu berücksichtigen. Dabei sind wir aber insbesondere auf die Zuarbeit unserer Softwarehersteller angewiesen.

 

Für Kunden ohne registrierende Leistungsmessung (insbesondere Haushalte und kleine bzw. mittelständische Unternehmen) mit bis zu 30.000 kWh/Jahr

  • Befristet  für 01.01.2023 bis 31.12.2023. Aber Verlängerung bis 30.04.2024 möglich.
  • In der Stromabrechnung 2023 sollen 80 % Ihres Verbrauches (Ausgangsbasis 2021 oder Netzbetreiberprognose) mit 40 Cent/kWh (brutto) abgerechnet werden.
  • Bei zeitvariablen Tarifen soll ein Mittelwert für die Reduktion des Arbeitspreises gelten.
  • Der restliche Stromverbrauch soll nach dem gültigen Tarifpreis abgerechnet werden.

 

Regelungen für Wärmepumpen

  • Sonderregelung für noch nicht oder aber neu eingebaute Wärmepumpen.
  • Steigender Stromverbrauch durch neue Wärmepumpe soll durch eine Verbrauchsschätzung auf Grundlage von Messdaten aus 2022 einberechnet werden.

 

Für Geschäftskunden mit registrierender Leistungsmessung

  • Befristet  für 01.01.2023 bis 31.12.2023. Aber Verlängerung bis 30.04.2024 möglich.
  • In der Stromabrechnung 2023 sollen 70 % Ihres historischen Jahresverbrauchs mit 13 Cent/kWh (netto, zzgl. Steuern, Abgaben und Umlagen) abgerechnet werden.
  • Der restliche Stromverbrauch soll nach dem vertraglich vereinbarten Preis abgerechnet werden.

 

Hinweis zur Gas- und Wärmepreisbremse

Diese Preisbremse gilt für Fernwärmelieferungen und nicht für strombetriebene Heizungsanlagen. Die Übernahme des Dezemberabschlags durch die Regierung gilt also nicht für Stromheizungskunden. 

 

Wohl erst am 25.11.2022 möchte das Bundeskabinett die gesetzliche Umsetzung der Strompreisbremse beschließen und den Gesetzgebungsprozess bis Mitte Dezember abschließen. Erst anschließend ist es unseren Softwareherstellern möglich die neuen Vorgaben in den Systemen umzustellen. Dies wird sicherlich zusätzlich einige Zeit in Anspruch nehmen.

Ihre häufigsten Fragen

An dieser Stelle beantworten wir Ihnen die am meisten gestellten Fragen zur Preisanpassung. Sobald Sie auf die Frage klicken, erscheint die jeweilige Antwort

Wir haben mit die längsten Nebentarifzeiten in Bayern. Wenn Sie Ihren Stromverbrauch gut in die Nachtstunden und aufs Wochenende legen können, rentiert sich der Doppeltarif nach wie vor. Falls nicht: keine Sorge! Denn wir geben unseren Kunden eine Bestpreisgarantie. Das heißt: Wenn für Sie der Eintarif am Jahresende günstiger sein sollte, nehmen wir diesen Tarif als Berechnungsgrundlage. Sie zahlen also immer die für Ihr Verbrauchsverhalten günstigste Tarifvariante. 

Die Einspeisevergütung wird bei Inbetriebnahme der Anlage für 20 Jahre im Voraus fixiert. Die Einspeisevergütung wird also nicht an die Marktpreisentwicklung angepasst. Dies ist im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) festgelegt und kann von uns nicht beeinflusst werden.

Im Energiewirtschaftsgesetz ist die strikte Trennung (Unbundling) von Stromvertrieb und Stromnetzbetrieb festgelegt. Das bedeutet, dass der im Netz erzeugte Strom nicht automatisch auch dem Stromvertrieb und seinen Kunden zur Verfügung steht. Grundsätzlich gehört der erneuerbare Strom, für den eine EEG-Vergütung gezahlt wird, allen Stromkunden in Deutschland. Das bedeutet, der Strom wird vom Netzbetreiber ÜZ zu einem gesetzlich festgelegten Preis gekauft und dann zu 100 % an den übergeordneten Übertragungsnetzbetreiber abgegeben. Dieser verkauft den Strom an der Strombörse; dort kann ihn der Stromvertrieb der ÜZ zum selben Preis wie jedes andere Unternehmen einkaufen. Die Erlöse aus dem Verkauf des erneuerbaren Stroms gehen seit dem Wegfall der EEG-Umlage am 01.07.2022 in den Staatshaushalt.

Eine Ausnahme davon bilden Anlagen im Rahmen der sogenannten Direktvermarktung. Hier dürfen wir als Stromvertrieb den erneuerbaren Strom von Biogasanlagen und einigen großen PV-Freiflächenanlagen direkt kaufen. Die gekaufte Menge vergüten wir mit den aktuellen Spotmarktpreisen der Börse an die Anlagenbetreiber. Diesen Strom dürfen wir zur Belieferung unserer Kunden verwenden. Allerdings ist es uns nicht erlaubt, diesen Strom als Grünstrom auszuweisen. Der Grund: weil die Anlagenbetreiber parallel ein Förderung aus dem EEG erhalten, dürfen diese keine Zertifikate für die Stromherkunft als grüne Energie an uns ausstellen.

Ihren neuen Abschlag für das nächste Jahr bekommen Sie mit der Jahresrechnung im Januar mitgeteilt. Bitte beachten Sie, dass wir aktuell noch keine Auskunft zur Höhe Ihres neuen Abschlages treffen können. Diese hängt maßgeblich von den Entscheidungen der Bundesregierung zur Strompreisbremse ab. Diese wird voraussichtlich erst Ende November entschieden. Alle aktuellen Infos zur Strompreisbremse finden Sie unter www.uez.de/preisbremse

Natürlich haben Energielieferanten unterschiedliche Vertragszyklen. Das heißt: Nicht jeder Energielieferant ändert seine Preise zur gleichen Zeit. Unsere Preisgarantien enden jeweils zum Jahresende. Viele Anbieter passen Ihre Preise aber auch unterjährig an. Ohne Preisgarantie kann das sogar mehrmals im Jahr der Fall sein. Auf dem beiliegenden Informationsblatt zu unserem Anschreiben und auf unserer Webseite unter www.uez.de/preisentwicklung finden Sie eine Grafik, die die Preisentwicklung über einen längeren Zeitraum zeigt. Dort sehen Sie, dass die Preise bis Ende 2021 relativ stabil waren und dann unkalkulierbar in die Höhe geschnellt sind. Während die meisten Versorger bereits für 2022 erhöht haben, haben unsere langjährigen Kunden besonders von ihrer Preisgarantie profitiert. Durch den Wegfall der EEG-Umlage im zweiten Halbjahr 2022 wurde für sie der Strom zunächst noch einmal günstiger. Dass die Kosten für sämtliche Energieträger deutlich gestiegen sind und für die einzelnen Haushalte eine finanzielle Belastung bedeuten, ist uns und auch der Bundesregierung bewusst. Es sind bereits Preisbremsen für Gas und Strom vorgesehen.  

Als Genossenschaft geht es uns nicht darum, uns an unseren Kunden zu bereichern oder unsere Gewinne zu maximieren. Auf dem beiliegenden Informationsblatt zu unserem Schreiben und auf unserer Webseite unter www.uez.de/preisentwicklung finden Sie hierzu auch eine anschauliche Grafik. Aufgrund der enorm gestiegenen Beschaffungskosten im Stromhandel, steigender Netznutzungsentgelte und der Erhöhung gesetzlicher Umlagen kommen wir zum Jahreswechsel aber leider nicht umhin, unsere Preise für Strom zu erhöhen. Denn auch wir haben die Verantwortung zumindest kostendeckend zu wirtschaften. Rein wirtschaftlich betrachtet, hätten wir die Preise schon viel früher anpassen müssen. Es ist für uns allerdings eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns an die Preisgarantie halten, die wir unseren Kunden versprechen. Wir hoffen auf eine gute Lösung der Bundesregierung für diese Ausnahmesituation und freuen uns, wenn wir unseren Kunden durch die Strompreisbremse dann auch eine Erleichterung weitergeben können. 

Bis jetzt steht noch nicht fest, wie die Strompreisbremse im Detail aussehen wird. Daher können wir dazu leider noch keine offiziellen Aussagen treffen. Wir werden die Strompreisbremse aber selbstverständlich genauso umsetzen, wie sie von der Bundesregierung beschlossen wird. Dies wird voraussichtlich erst Ende November der Fall sein. Wir bitten Sie daher um etwas Geduld. Alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie unter www.uez.de/preisbremse. 

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